Lernen am historischen Ort: Q2 besucht den Geschichtsort Adlerwerke in Frankfurt
Die Schülerinnen und Schüler der Q2 besuchten im Mai im Rahmen eines Biografie-Workshops den Geschichtsort Adlerwerke in Frankfurt. Im Mittelpunkt standen die Geschichte des ehemaligen KZ-Außenlagers „Katzbach“ in den Adlerwerken sowie das Thema Zwangsarbeit während der NS-Zeit in Frankfurt.
In Kleingruppen setzten sich die Schülerinnen und Schüler selbstständig mit ausgewählten Biografien und verschiedenen Aspekten der Geschichte der Adlerwerke auseinander. Grundlage ihrer Arbeit waren die Ausstellung vor Ort sowie authentische historische Quellen, die sowohl Perspektiven von Verfolgten und Zwangsarbeitern als auch von Tätern und Verantwortlichen dokumentieren.
So beschäftigten sich die Jugendlichen unter anderem mit den Lebenswegen einzelner Gefangener, den Bedingungen im Konzentrationslager Katzbach und den sogenannten Todesmärschen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Auch die Rolle von Verantwortlichen innerhalb des Lagers und der Adlerwerke wurde genauer untersucht. Die Ergebnisse hielten die Gruppen anschaulich fest und stellten sie anschließend einander vor.
Durch die intensive Arbeit mit konkreten Biografien wurde deutlich, wie das nationalsozialistische System von Verfolgung, Ausbeutung und Zwangsarbeit funktionierte und welche Auswirkungen es auf das Leben einzelner Menschen hatte. Der Besuch ermöglichte den Schülerinnen und Schülern damit eine besonders unmittelbare Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte – an einem historischen Ort mitten in Frankfurt.