Pädagogischer Tag zu „Digitalisierung und KI in der Schule“
Am 25. Februar fand der Pädagogische Tag für alle Lehrkräfte und Mitarbeiter unserer Schule unter dem Leitmotiv „Digitalisierung und KI in der Schule“ statt. Ziel des Tages war es, gemeinsame Orientierung zu gewinnen, konkrete Unterrichtsideen zu sammeln und den Austausch im Kollegium zu stärken.
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Impulsvortrag „Lehren und Lernen in der Kultur der Digitalität“ von Axel Krommer. An der FAU Erlangen-Nürnberg ist Krommer Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur und beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit Bildung unter Bedingungen der Digitalität sowie Literatur-, Sprach- und Mediendidaktik.
Der Vortrag setzte zentrale Denkimpulse dazu, wie Schule Lernprozesse zeitgemäß gestalten kann und welche Konsequenzen die digitale Kultur für Unterricht, Aufgabenformate und eine moderne Lern- und Prüfungskultur hat.
Im Anschluss wählten die Lehrkräfte aus unterschiedlichen Angeboten und nahmen an zwei Workshoprunden teil. Dabei standen sowohl didaktische als auch technische und präventive Aspekte im Fokus:
- Aspekte einer zeitgemäßen Prüfungskultur (Axel Krommer) – u. a. die Frage, wie Lern- und Prüfungskultur sinnvoll zusammengeführt werden können.
- Lernpfade in SchulMoodle gestalten (Susanne Litz) – praktische Möglichkeiten, Lernwege zu strukturieren, Zugriffe zu steuern und Selbstlernsettings zu unterstützen.
- Digitaler Alltag von Kindern und Jugendlichen (Mira Pohle-Schmidt) – Einblicke in populäre Apps und Ableitungen für Präventionsarbeit sowie Jugendmedienschutz.
- Digitale Prüfungsformate (Daniela Anthony) – Auseinandersetzung mit zeitgemäßen Prüfungsansätzen im Kontext digitaler Lernumgebungen.
- Kreativ spielen mit KI (Christoph Hey) – ein praxisorientierter Zugang zu KI-Anwendungen (Sprache, Musik, Video, Bild) und deren Potenzialen im Bildungsbereich.
In der Abschlussrunde wurde deutlich: Auch innerhalb der rechtlichen Vorgaben lassen sich moderne Unterrichts- und Prüfungsformate gestalten, wenn sie didaktisch sauber geplant und transparent umgesetzt werden. Gleichzeitig wurde der Wunsch formuliert, schulinterne Absprachen weiter zu konkretisieren – etwa zu Rahmenbedingungen, geeigneten Tools/Plattformen, Kriterien guter Aufgabenformate sowie zur Verknüpfung von Lern- und Prüfungskultur. Es soll immer das Wohl der Schülerinnen und Schüler an erster Stelle stehen und auf die Bedürfnisse der jungen Menschen geachtet werden. Gerade bei jüngeren Schülerinnen und Schülern soll Bildschirmzeit bewusst begrenzt und sinnvoll gerahmt werden. Im Mittelpunkt stehen weiterhin Grundfertigkeiten, unmittelbare Erfahrungen und das Lernen mit allen Sinnen – Lesen, Schreiben, Rechnen, soziales Miteinander sowie das Verstehen der Welt „aus erster Hand“. Digitale Medien und KI sollen deshalb nicht Selbstzweck sein, sondern dort unterstützen, wo sie pädagogisch begründet einen Mehrwert bieten, Lernprozesse erleichtern oder individuelle Förderung ermöglichen. So bleibt der gemeinsame Anspruch: behutsam, altersgerecht und verantwortungsvoll weiterzuarbeiten – mit Regeln, transparenten Zielen und dem Blick darauf, was Kindern und Jugendlichen wirklich guttut.
Wir danken den Kollegen Volker Kalbhenn, Kevin Butzbach und Dominik Helwig für die engagierte Planung und Durchführung des Pädagogischen Tages sowie für die reibungslose Organisation.