IGS Stierstadt

Sieger der Mathe-Olympiade an der IGS

Gari Ivanov aus der Q3, erhält die Siegerurkunde von Mathelehrerin Conny Doderer

 

Die Mathematik-Olympiade ist ein bundesweiter Wettbewerb, an dem jährlich rund 200.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Bei der Olympiade geht es, ganz nach dem olympischen Motto "Dabei sein ist alles", vor allem um den Spaß an der Herausforderung und um die Begegnung mit anderen Mathe-Fans.

Die Mathematik-Olympiade geht über mehrere Runden, wobei die Schwierigkeit von Runde zu Runde steigt  - mit der Bundesrunde als Höhepunkt für die besten Mathecracks ab Klasse 8. Für die Klassen 3 bis 7 endet der Wettbewerb mit der Landesrunde und einer großen Preisverleihung, die von den einzelnen Bundesländern organisiert wird.

Analysis und Rechnen mit Unendlichkeit

Gari Ivanov aus der Q3 ist der Schulsieger der IGS bei der Matheolympiade 2021  

IGSlive: Gari, du warst Schulsieger der Mathe-Olympiade.  Hattest du schon immer ein besonderes Talent für Mathe?  

Gari: Nein, gar nicht. In der der Grundschule war ich in Mathematik nicht wirklich gut. Es hat mich damals auch nicht besonders interessiert.

IGSlive:  Seit wann weißt du, dass du in Mathe gut bist?

Gari: Seit der 8. Klasse!  Da habe ich gemerkt, dass ich Mathe gut finde und auch gut erklären kann. Ich habe dann auch viel Mathe-Nachhilfe gegeben.  

IGSlive: Was begeistert Dich an Mathe?
Gari: Analysis vor allem. Und rechnen mit Unendlichkeit. Das ist schon super interessant. Im Grunde sieht man sich einen Term an und schaut, wie er in die Unendlichkeit verläuft.

IGSlive:  Welche persönlichen Eigenschaften sollte man für die Beschäftigung mit Mathematik mitbringen?

Gari: In erster Linie Geduld! Vielleicht gehört auch ein bisschen Sadismus dazu, weil man sich selbst quälen muss. Wenn ich ein Mathe-Problem nicht lösen kann, ärgere ich mich, kann manchmal sogar nicht schlafen, weil mir das Problem immer weiter im Kopf rumgeht.

IGSlive: Beschäftigst du dich privat auch mit Mathe?

Gari: Nein, Mathe ist eigentlich nur mein zweites Hobby. Chemie ist meine richtige Besessenheit. Ich lese ganz viele Bücher über Chemie. Die Organische Chemie und Reaktionsmechanismen finde ich spannend. Ach ja, und natürlich auch die Analytische Chemie, da ist ja auch wieder Mathe dabei.

IGSlive: Liest du auch Bücher über Mathematik oder berühmte Mathematiker?

Gari: Ich lese nicht so sehr viel zu diesem Thema. Ich höre mir aber oft Vorträge von der Universität zu verschiedenen Mathematik-Problemen an. Auf you tube gibt es sehr viel zu meinem Lieblingsthema Analysis.

IGSlive:  Wie sieht deine Zukunft aus?

Gari: Ich werde auf jeden Fall Chemie studieren, wahrscheinlich in Frankfurt an der Goethe-Universität. Hessen ist gut aufgestellt für Chemie und es gibt hier im Raum viele Arbeitsmöglichkeiten. Ich würde am liebsten als Professor an der Uni arbeiten. Lehren macht mir echt Spaß, das habe ich ja schon bei der Mathe-Nachhilfe gemerkt.

IGSlive: Wieso hast du mitgemacht bei der Mathe-Olympiade? Vier Stunden über Mathematik-Probleme nachgrübeln hört sich für die meisten Schüler nicht nach Spaß an.

Gari: Vier Stunden Zeit fand ich ganz angenehm (Gari muss lachen!). Da war es schön ruhig im Prüfungsraum und ich konnte abschalten. Ich mag Knobelaufgaben.  Anders als im Unterricht gab es da Aufgaben, für die man den Lösungsweg nicht kannte. Man musste alleine herausfinden, wie man zur Lösung kommt. Das war die Herausforderung.

IGSlive: Was ist deine Empfehlung für Einsteiger?
Gari: Mathe ist die Wissenschaft der Modelle – eine Modularwissenschaft sagt man ja.

Wenn man einsteigen will, sollte man versuchen, aus allem ein mathematisches Modell zu errichten. Mathematisch betrachtet heißt gut sein, Modelle entwickeln zu können.

IGSlive: Du engagierst dich auch in der Schule als stellvertretender Schulsprecher.  Was willst du erreichen?  

Gari: Ich sehe, dass es hier an der Schule viel Bedarf an Veränderungen gibt. Das erste was ich mir wünschen würde, wäre mehr Ausstattung in der Chemie. Das sehe ich, weil ich da am meisten bin. Chemie ist einfach meine Besessenheit.

Und das heißt ja auch, dass ich die Schule mag. Sonst würde ich mich nicht engagieren.  Die IGS war gut für mich, auf jeden Fall die richtige Schule.  Mir gefällt das Verhältnis von Lehrern und Schülern hier, es ist nicht so distanziert wie an anderen Schulen.